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Deutsch-chinesischen Verbundvorhaben zu antimikrobiellen Resistenzen

Deutsch-chinesischen Verbundvorhaben zu antimikrobiellen Resistenzen

Deutsch-chinesischen Verbundvorhaben zu antimikrobiellen Resistenzen, © picture alliance

14.10.2020 - Artikel

Weltweit sind Infektionskrankheiten auf dem Vormarsch und gefährden die Gesundheit und das Leben von Mensch und Tier. Gleichzeitig verlieren Antibiotika rapide ihre Wirksamkeit, da Bakterien Resistenzen gegen sie entwickeln. Aufgrund der kontinuierlichen Ausbreitung antimikrobieller Resistenzen (AMR) ist die Behandlung einer zunehmenden Zahl bakterieller Infektionen schwierig geworden. Ohne wirksame antimikrobielle Mittel werden nicht nur die Behandlung von Infektionskrankheiten schwieriger, sondern auch medizinische Verfahren wie Operationen, Organtransplantationen oder Chemotherapien riskant.

Die Resistenz gegen Antibiotika betrifft nicht nur den Menschen, sondern steht in engem Zusammenhang mit der Tiergesundheit und der Umwelt. Die häufige Übertragung zwischen verschiedenen Lebensräumen beschleunigt die Ausbreitung von AMR und verursacht Herausforderungen, die nur in einem ganzheitlichen, sogenannten One Health-Ansatz gelöst werden können. Daher ist es unerlässlich, den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit ­zwischen Human- und Veterinärmedizin und anderen Fachgebieten wie Biologie, Chemie, Agrarwissenschaften, Umweltforschung, Lebensmitteltechnologie und Sozialwissenschaften zu intensivieren.

Um antimikrobielle Resistenzen wirkungsvoll einzudämmen, sind auch grenzüberschreitende wissenschaftliche ­Kooperationen erforderlich. Die Volksrepublik China und die Bundesrepublik Deutschland sind aktiv an mehreren internationalen Initiativen zur Bekämpfung von AMR beteiligt. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder ihre Ressourcen und ihr Fachwissen zur Bekämpfung der AMR in diesen Projekten bündeln.

Die Fördermaßnahme erfolgt im Rahmen der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung sowie der Hightech-Strategie der Bundesregierung und leistet einen Beitrag zum Rahmen­programm Gesundheitsforschung der Bundesregierung. Sie soll dazu dienen, gemeinsame Forschungsprojekte von gegenseitigem Interesse zu fördern (Zuwendungszweck). Damit trägt sie zu einer Intensivierung der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit mit China bei.


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