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Die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit

Wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit

Die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit besteht seit fast 40 Jahren und wird stets weiter ausgebaut und intensiviert. Beide Länder arbeiten in zahlreichen Themenfeldern wie Industrie 4.0, Umwelt und Nachhaltigkeit, Urbanisierung, Elektromobilität und Lebenswissenschaften eng zusammen. Auch in der akademischen und beruflichen Bildung besteht seit Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Zentrale Partner sind auf deutscher Seite das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und auf chinesischer Seite das Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MoST) sowie das Bildungsministerium (MoE). Mit Veröffentlichung einer eigenen China-Strategie im Oktober 2015 durch das BMBF und der Deutschland-Strategie des chinesischen MoST im Herbst 2016 haben beide Länder einen kohärenten und systematischen Rahmen für ihre wissenschaftliche Partnerschaft entwickelt.

Neue Rahmenbedingungen in China

Für die nachhaltige Restrukturierung der Wirtschaft hat die chinesische Regierung die Rolle der Innovation ins Zentrum gestellt. Passend dazu steigt die Forschungsförderung kontinuierlich und zahlreiche Initiativen geben mit ambitionierten Zielen den Weg vor. Hierzu zählen die sogenannten Mega-Projekte, die Made in China 2025-Strategie, und die Einrichtung von Innovationszonen- und Clustern. Deutschland ist in diesen Bereichen häufig Präferenzpartner.

Entsprechenden Stellenwert erfährt die Wissenschaft deshalb bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen, durch die Sitzung für Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit (WTZ) und in weiteren hochrangigen Dialog-Formaten und Delegationsreisen.

Auf den vierten Regierungskonsultationen im Juni 2016 in Peking unterzeichnete das BMBF vier Gemeinsame Erklärungen mit dem MoST und dem MoE („Plattform Innovation“, „Biomaterialien“, „Forschungsförderung 2+2“, „Bildung“). Damit steigt die Anzahl der bilateralen Erklärungen auf insgesamt 19 an. Von diesen 19 wurden 14 im Rahmen von Regierungskonsultationen unterschrieben. Weitere gemeinsame Erklärungen gibt es in den Bereichen Lebenswissenschaften, LED-Technologie, Sauberes Wasser, Meeres- und Polarforschung und der Berufsbildung.

Die strategische Partnerschaft im Bereich Innovation haben das BMBF und das MoST bei den ersten Regierungskonsultationen 2011 durch die Etablierung der „Plattform Innovation“ begründet.  2014 wurde der gemeinsame Aktionsplan „Innovation gemeinsam gestalten“ veröffentlicht und  im Juni 2017 trafen sich Bundeskanzlerin Merkel, Bundesforschungsministerin Wanka, der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang und Forschungsminister Wan Gang beim Deutsch-Chinesischen Forum „Innovation Gemeinsam Gestalten“ in Berlin.

Deutsche Wissenschaftsorganisationen in China

Eine wichtige Rolle in der Wissenschaftskooperation spielen zudem die deutschen Wissenschaftsorganisationen, die zum Teil seit langem durch Repräsentanzen in China vertreten sind. Die gemeinsame Wissenschaftsförderung wird über das Deutsch-Chinesische Zentrum für Wissenschaftsförderung, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft gemeinsam mit der National Natural Science Foundation of China in Peking betreibt, gepflegt. Ebenso unterhalten die Max-Planck-Gesellschaft, die Leibniz Gemeinschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die Fraunhofer-Gesellschaft, und seit Februar 2017 auch die Max Weber Stiftung intensive Kooperationen in verschiedenen Forschungsbereichen.

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