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Alumni-Empfang mit Musikalumni-Konzert anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und China

29.06.2022 - Bildergalerie

Am 11.06.2022 lud das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Guangzhou zusammen mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD zum ersten Alumni-Empfang im Jahr 2022 ein.

Am 11.06.2022 lud das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Guangzhou zusammen mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD zum ersten Alumni-Empfang im Jahr 2022 ein anlässlich des diesjährigen Jubiläums 50 Jahre diplomatische Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China. Dieser Empfang war ein ganz besonderer, denn es drehte sich alles um Musik.


Von den über 400.000 ausländischen Studierenden, die jedes Jahr in Deutschland ihr Studium beginnen, kommen über 40.000 aus China. Am beliebtesten unter ihnen sind ingenieur-, wirtschafts-, oder naturwissenschaftliche Studiengänge und natürlich die Germanistik. Deutschland ist aber ebenfalls bekannt für seine Musik, seine Komponisten und seine Instrumentenbaukunst, wie die deutsche Klaviermanufaktur aus Leipzig namens Blüthner, in deren Saal die Veranstaltung stattfand. So kommen auch viele junge Menschen aus China, um in Deutschland Musik zu studieren. Auch hier in Südchina leben sogenannte Deutschland Musikalumni. Ihre Geschichten sind eine große Inspiration und ein Ansporn, den Austausch zwischen Deutschland und China weiter zu fördern.

Aus obiger Feststellung entstand die Idee, diese Musikalumni zusammenzubringen und mit ihnen zusammen ein Konzert zu organisieren. Das Generalkonsulat hatte im Januar einen Aufruf auf WeChat gepostet, auf den sich einige Personen gemeldet haben. 17 von ihnen waren bereit und zeitlich verfügbar, am Abend des 11. Juni ihre Kunst zu präsentieren.

Musik dient oft als „Brückenbauer“, um Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, unterschiedlichen Lebenswegen und aus unterschiedlichen Kulturen zu verbinden. Sie kann helfen, kulturelle Barrieren zu überwinden und bei Menschen die gleichen Emotionen hervorzurufen, was uns erkennen lässt, dass wir gar nicht so verschieden sind.

Im März 2020 schloss China seine Grenzen. Bisher wurden seitdem keine Visa für Kulturschaffende aus dem Ausland in die Provinz Guangdong ausgestellt. Die Verlängerung chinesischer Reisepässe wurde eingeschränkt und die Kontrollen für grenzüberschreitende Reisen wurden verschärft.

Chinas Reform- und Öffnungspolitik seit 1978, die hier in der Provinz Guangdong ihre Wurzeln hatte, hat den Grundstein für den heutigen Wohlstand in China gelegt. Ohne sie gäbe es heute keinen Canton Tower, keine Hochgeschwindigkeitszüge und keine längste Brücke der Welt, die Zhuhai mit Hongkong verbindet. Wenn China diese Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortsetzen will, muss es sich weiter der Welt öffnen. Denn niemand kann alles alleine schaffen. Eine moderne digitale Industriegesellschaft kann ihre Potenziale in unserer globalen Wirtschaft nur dann voll ausschöpfen, wenn sie offen ist für Menschen und Ideen aus anderen Ländern.

Für einen produktiven Austausch und eine erfolgreiche Zusammenarbeit müssen wir uns treffen, Vertrauen aufbauen und kennenlernen. Ein sehr gutes Beispiel dafür sind die vielen chinesisch-deutschen DAAD-Alumni, Deutschlandalumni sowie China-Alumni. Durch den Aufenthalt im jeweils anderen Land, durch die Begegnung mit den Menschen, ihrer Sprache und Kultur entwickeln chinesische wie auch deutsche Alumni ein besseres Verständnis für ihr jeweiliges Gastland.

Den am 11.06.2022 anwesenden Musikalumni, die wie alle anderen Deutschlandalumni symbolisch als Botschafter für die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und China stehen, gab das Generalkonsulat Kanton und der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD eine Bühne. Das Programm der Veranstaltung bestand aus zwei Teilen: einem akademischen und einem musikalischen. Neben zehn verschiedenen musikalischen Darbietungen, die von Gesang, einem Trompetentrio, einem vierhändigen Klavierstück bis hin zu einem Akkordeonduett reichten, beschäftigte man sich auch mit anderen Aspekten von Musik: Prof. Dr. Li Zhou, Chefarzt der Allgemeinchirurgie im Zhu Jiang Hospital of Southern Medical University, hielt einen Vortrag zum Thema „Music heart and soul“, zur heilenden Kraft von Musik. Prof. Dr. Li hatte in Traunstein 2008 eine medizinische Weiterbildung erhalten. Im Anschluss diskutierten Prof. Dr. Li gemeinsam mit Prof. Dr. Fang Suzhen und Vincent Huang über Musikerziehung und Musiktherapie in der Praxis. Prof. Dr. Fang Suzhen ist Expertin für Kinder- und Jugendrehabilitation und Assistenzprofessorin am Zhu Jiang Hospital of Southern Medical University sowie Gründerin und Chefärztin des Rehabilitationszentrums „Enlighting Child Psychology“. Herr Vincent Huang ist Pianist, Pädagoge für Musik und ästhetische Bildung, Botschafter für Kulturaustausch Guangzhou in der neuen Ära sowie Gründer und Künstlerischer Direktor des Redbrick Salons für Musik und Ästhetik, mit dem zusammen er einen großen Anteil an der Organisation des Musikalumnikonzerts leistete. Vincent studierte ebenfalls in Deutschland.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Beteiligten für Ihr Engagement und ihre Darbietungen, in akademischer sowie musikalischer Hinsicht.  Das Generalkonsulat bedankt sich auch ganz herzlich bei allen online-Zuschauer:innen, die den Livestream des Events 1.200 mal geklickt und 5.000 mal geliked haben.

Henry Wadsworth Longfellow schrieb: „Musik ist die universelle Sprache der Menschheit.“ Und auch Ludwig van Beethoven sagte: „Die Kunst vereint alle Welt, wieviel mehr wahre Künstler.“

Lassen Sie uns in diesem Sinne verbunden bleiben.

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