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Umweltschutz in Deutschland: Plastik vermeiden

Bundesumweltministerin Schulze stellt Fünf-Punkte-Plan vor

26.11.2018, Berlin\ Svenja Schulze (SPD), Bundesumweltministerin, stellt auf einer Pressekonferenz im Bundesumweltministerium einen Fünf-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling vor. Schulze will nach einem Medienbericht mit dem Handel eine Selbstverpflichtung zur Reduzierung von Plastikmüll vereinbaren. Foto\ Wolfgang Kumm/dpa, © dpa

24.07.2019 - Artikel
Moderne Wertstoffaufbereitungs- und Sortieranlage
Moderne Wertstoffaufbereitungs- und Sortieranlage© dpa-Zentralbild

Wer die letzten Wochen in Shanghai verbracht hat, dem konnte die aktuelle Mülltrennungs- und Recyclingkampagne der Stadtverwaltung nicht entgehen. Die neuen Regelungen zur Mülltrennung und die strenge Kontrolle sind Gesprächsthema Nummer eins. Aber auch in Europa beschäftigt man sich mit den riesigen Mengen an Plastikmüll, die sich kontinuierlich ansammeln.  Nach Angaben der EU-Kommission werden europaweit jährlich rund 49 Millionen Tonnen Kunststoff auf den Markt gebracht. 2015 waren es weltweit rund 322 Millionen Tonnen. Dabei landen in Europa jährlich rund 26 Millionen Kunststoffprodukte – wie zum Beispiel  Fernseher, Brotboxen oder Sonnenbrillen – im Abfall. Weniger als 30 Prozent werden zur Wiederverwertung gesammelt und noch viel weniger davon tatsächlich in Europa recycelt: nach Angaben der Kommission nur 2 bis 3 Millionen Tonnen im Jahr.

Vogelschutzinsel Memmert
Vogelschutzinsel Memmert© dpa

Die Ozeane sind längst zur Mülltonne mutiert: Fünf riesige schwimmende Plastikteppiche gibt es weltweit. Der wohl bekannteste im Nordpazifik soll dem Naturschutzbund Deutschland zufolge inzwischen die Größe von Mitteleuropa erreicht haben.

Die Bundesregierung und G7 wollen einen Aktionsplan gegen die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll auf den Weg bringen. Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien und die EU verpflichteten sich, bis 2030 eine vollständige Wiederverwertbarkeit von Plastik sicherzustellen.

Plastikmüll im Meer
Plastikmüll im Meer© epa

Die EU hat der Plastikschwemme den Kampf angesagt. Eine Ende Mai vorgestellte Richtlinie nimmt zehn Wegwerf-Produkte sowie ausrangierte Fischernetze besonders ins Visier, die zusammen 70 Prozent des angespülten Mülls ausmachten. Demnach stehen Verpackungen und Wegwerfware wie Einmalgeschirr oder Trinkhalme für knapp 40 Prozent der gesamten Kunststoffnachfrage in Europa. Außerdem sollen ab 2030 alle Kunststoffprodukte wiederverwendbar, abbaubar oder kosteneffizient recycelbar sein.

Mehr Informationen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/plastikmuell-bekaempfen-1542380


Was landet in der Tonne? (17.12.2018)
Diagramm: Abfälle - Was landete 2017 pro Einwohner in der Tonne?;  Grafik: S. Scheffer, Redaktion: A. Stober© picture-alliance/ dpa-infografik
Einmal to go und in den Müll (21.05.2019)
Grafik Nr. 30275, „So viele Einweg-Becher verbraucht Deutschland: Zusammensetzung Papier/beschichtet/reiner Kunststoff, mit/ohne Deckel“; Redaktion: J. Schneider; Grafik: A. Zafirlis© picture-alliance/ dpa-infografik

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