Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

FAQ zum langfristigen Aufenthalt

FAQ
Foto von drei Buchstaben einer Tastatur: FAQ
Häufig gestellte Fragen© Colourbox


Hier erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen, die bei der Beantragung eines nationalen Visums für einen langfristigen Aufenthalt in Deutschland auftreten können.

FAQ

Nationale Visa können nur erteilt werden, wenn der Aufenthaltszweck im deutschen Gesetz geregelt ist. Allgemeine Informationen, welche Aufenthaltszwecke dies sind finden Sie in den entsprechenden Merkblättern im Bereich Downloads.

Die deutschen Auslandsvertretungen in China sind geografisch in Amtsbezirke aufgeteilt. Die Zuständigkeit richtet sich ausschließlich nach dem aktuellen Hauptwohnsitz des Antragstellers. Hauptwohnsitz ist der Ort, an dem eine Person tatsächlich wohnt und/ oder arbeitet bzw. studiert. Geburtsort, Hukou oder Nationalität sind nicht maßgeblich. Kurzfristige Besuche zu Hause oder Reisen während der Semesterferien können nicht zur Beantragung eines Visums in China genutzt werden. Einen Überblick über die Amtsbezirke und das zuständige Konsulat können Sie sich im Konsulatsfinder verschaffen.

Die einzige Amtssprache der deutschen Behörden ist Deutsch. Alle Informationen und Antragsunterlagen müssen daher auf Deutsch oder mit einer Übersetzung ins Deutsche versehen sein. Das Antragsformular soll auf Deutsch ausgefüllt werden.

Alle Urkunden, Bescheinigungen und sonstigen Unterlagen, die im Rahmen eines Antrags auf ein nationales Visum eingereicht werden, müssen in die deutsche Sprache übersetzt werden. Die Übersetzung muss korrekt und inhaltlich richtig sein. Unklare oder falsche Übersetzungen gehen zu Ihren Lasten. Eine vereidigte oder beglaubigte Übersetzung ist nicht vorgeschrieben.

Chinesische Personenstandsurkunden und amtliche Bescheinigungen müssen grundsätzlich legalisiert werden. Ausgenommen hiervon sind Hukou-Auszüge, Universitätszeugnisse oder Schulzeugnisse. Die Legalisation bestätigt die Echtheit der Urkunde/amtlichen Bescheinigung.
Weiterführende Informationen finden Sie unter Konsularinformationen.

Ein Motivationsschreiben ist ein selbst verfasstes, unterschriebenes Schreiben, im dem Sie erläutern, weshalb Sie sich für ein Studium, einen Sprachkurs etc. in Deutschland entschieden haben. Nutzen Sie keine allgemeinen Floskeln, sondern legen Sie Ihre konkreten persönlichen Gründe dar.

Der Lebenslauf stellt ohne Lücken Ihren persönlichen Werdegang bis zum Zeitpunkt der Antragstellung dar. Eine klare und übersichtliche Gliederung in Tabellenform ist sinnvoll.

Zum Zeitpunkt der Erteilung des nationalen Visums, ist die Vorlage einer Reisekrankenversicherung nach Schengener Vorschriften hinreichend:

  • Die Versicherungspolice muss Rücktransportkosten im Krankheits- oder Todesfall übernehmen, ebenso wie jegliche Kosten für medizinische Notversorgung und/oder die Behandlung in der Notaufnahme eines Krankenhauses.
  • Die minimale Abdeckung muss EUR 30.000 betragen.
  • Die Versicherung (Einzel- oder Gruppenversicherung) kann vom Reisenden im Wohnsitzland oder vom Gastgeber im Zielland abgeschlossen werden.
  • Versicherer mit Firmenzentrale außerhalb des Schengen-Raums müssen ein Büro in einem der Schengen-Staaten haben, das in der Lage ist, Versicherungsansprüche zu bearbeiten.

Es ist erforderlich, unverzüglich nach der Einreise einen den Bestimmungen des SGB V vergleichbaren andauernden (privaten) Krankenversicherungsschutz abzuschließen, sofern kein gesetzlicher Krankenversicherungsschutz besteht. Der Versicherungsvertrag muss unbefristet sein und darf keine Ablauf- oder Erlöschensklausel hinsichtlich eines bestimmten Lebensalters, der Aufgabe einer Tätigkeit, des Wechsels des Aufenthaltszwecks oder des Verlustes eines legalen Aufenthaltsstatus enthalten.

Dieser Krankenversicherungsschutz muss die Leistungen umfassen, auf die gesetzlich Versicherte nach § 11 Abs. 1 – 3 SGB V Anspruch haben.

Der durchgehende Krankenversicherungsschutz ist bei jeder Antragstellung auf Verlängerung des Aufenthaltstitels vorzulegen. Noch während der Gültigkeit des durch die Botschaft Peking erteilten Visums ist der geforderte ausreichende Krankenversicherungsschutz abzuschließen.

Es müssen drei aktuelle, identische biometrische Passfotos vor weißem Hintergrund in der Größe 45 x 35 Millimeter vorgelegt werden. Die Fotos müssen die Person in einer Frontalaufnahme, ohne Kopfbedeckung und ohne Bedeckung der Augen zeigen. Beispiele finden Sie auf der Fotomustertafel.

Die Arbeitsbestätigung sollte auf firmeneigenem Papier (mit Briefkopf, Unterschrift und Siegel) folgende Informationen enthalten: Adresse und Telefonnummer des Arbeitgebers, Position des Arbeitnehmers in der Firma, Ihr monatliches Gehalt, seit wann Sie in der Firma beschäftigt sind. In einigen Fällen ist es sinnvoll, den geplanten Aufenthaltszweck in Deutschland durch den hiesigen Arbeitgeber bestätigen zu lassen (zum Beispiel bei beantragtem Sprachkurs), sofern Sie derzeit einer Beschäftigung nachgehen und vorgesehen ist, dass Sie für Ihren Aufenthalt nicht Ihren Arbeitsplatz kündigen.

Für jeden Antrag auf ein nationales Visum muss online ein Antragstermin vereinbart werden (Ausnahme: Familienangehörige von nicht-deutschen EU-Staatsangehörigen). Jeder Antragsteller braucht einen eigenen Termin, auch Kinder und Babys. Anträge werden nur angenommen, wenn der Termin in der entsprechend richtigen Kategorie vereinbart wurde.

Beispiel: Wenn Sie zum Beispiel in Deutschland arbeiten möchten, vereinbaren Sie einen Termin in der Kategorie Erwerbstätigkeit/Studium/Au-Pair. Ihre mitreisenden Ehepartner und Kinder vereinbaren hingegen einen Termin in der Kategorie Familiennachzug.

Die Terminbuchung erfolgt bei der für Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt zuständigen Auslandsvertretung. Die deutschen Auslandsvertretungen in China sind geografisch in Amtsbezirke aufgeteilt. Die Zuständigkeit richtet sich ausschließlich nach dem aktuellen Hauptwohnsitz des Antragstellers. Geburtsort, Hukou oder Nationalität sind nicht maßgeblich. Einen Überblick über die Amtsbezirke und das zuständige Konsulat können Sie sich im Konsulatsfinder verschaffen.

Die Terminbuchung ist nur online möglich. Vom Buchungssystem wird jeweils der nächstmögliche (oder auf Wunsch ein späterer) Termin vergeben.

  • Sie haben Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in einer der Provinzen Peking, Tianjin, Hebei, Henan, Hubei, Qinghai, Gansu, Xinjiang, Tibet, Innere Mongolei, Ningxia, Shaanxi, Shanxi, Hunan, Jiangxi oder Shandong? Dann buchen Sie einen Termin bei der Visastelle in Peking.
  • Sie haben Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der regierungsunmittelbaren Stadt Shanghai oder in einer der Provinzen Anhui, Jiangsu oder Zhejiang? Dann buchen Sie einen Termin bei der Visastelle in Shanghai.
  • Sie haben Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in einer der Provinzen Fujian, Guangdong, Hainan oder im Autonomen Gebiet der Zhuang-Nationalität Guangxi? Dann buchen Sie einen Termin bei der Visastelle in Kanton.
  • Sie haben Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in einer der Provinzen Sichuan, Guizhou, Yunnan oder in der Stadt Chongqing? Dann buchen Sie einen Termin bei der Visastelle in Chengdu.
  • Sie haben Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in einer der Provinzen Liaoning, Jilin oder Heilongjiang? Dann buchen Sie einen Termin bei der Visastelle in Shenyang.

Die Gebühr für die Antragsbearbeitung beträgt 75,00 Euro (unter 18 Jahren: 37,50 Euro) und wird bei Antragstellung zum aktuellen Gegenwert in RMB fällig. Gebührenbefreiungen für nationale Visa gelten u.a. für Ehegatten, eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartner und minderjährige ledige Kinder Deutscher sowie für die Eltern minderjähriger Deutscher.  Gleiches trifft auf Familienangehörige von EU-Freizügigkeitsberechtigten zu. Gebührenbefreiung gibt es auch für Ausländer, die für ihren Aufenthalt in Deutschland ein Stipendium aus deutschen oder europäischen öffentlichen Mitteln erhalten, sowie für ihre Ehegatten oder Lebenspartner und minderjährigen Kinder, soweit diese in die Förderung einbezogen sind.

Das nationale Visum gilt zeitlich beschränkt für zunächst drei bis sechs Monate. Entsprechend dem Aufenthaltszweck wird anschließend durch die zuständige Ausländerbehörde in Deutschland eine längerfristige Aufenthaltserlaubnis erteilt. Vereinbaren Sie bitte unmittelbar nach Einreise einen Termin bei der für Ihren Wohnort zuständigen Ausländerbehörde. Bei einer geplanten Aufenthaltsdauer von bis zu einem Jahr, z.B. für ein Austauschstudium oder einen einjährigen Personalaustausch, kann das Visum auch für die gesamte Dauer des geplanten Aufenthalts ausgestellt werden. Eine Visumerteilung ist nur für die im Aufenthaltsgesetz oder in der Beschäftigungsverordnung vorgesehenen Aufenthaltszwecke möglich.

Gegen einen ablehnenden Bescheid im Visumverfahren kann der Antragsteller schriftlich remonstrieren, das heißt, eine Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen. Das Remonstrationsschreiben muss in deutscher Sprache verfasst und unterschrieben sein bzw. dem chinesischen Schreiben muss eine entsprechende Übersetzung beigefügt werden. Die Auslandsvertretung wird den Visumantrag in diesem Fall erneut prüfen und ggf. die zuständigen inländischen Behörden erneut beteiligen. Mit einer mehrwöchigen Bearbeitungszeit ist zu rechnen.

Ihre Frage wurde nicht beantwortet? Dann nehmen Sie doch direkt Kontakt mit uns auf.

Verwandte Inhalte

nach oben